Die Installation der VMware Workstation unter Linux erfolgt zum einen durch das übliche
rpm -Uvh ...
danach müssen jedoch in der Regel die Kommunikationsmodule kompiliert werden. Hierzu ruft man das Script
vmware-config.pl
auf.
Eine einmal unter der VMware Workstation erstellte virtuelle Maschine kann man unter dem VMware Player weiter verwenden, indem man das entsprechende Verzeichnis samt der darin befindlichen Files auf das neue System kopiert. Da der VMware Player auf der Version 5 der VMware Workstation basiert, ist noch eine einmalige Konvertierung der virtuellen Devices notwendig. Hierdurch ist aber auch die erneute Verwendung unter VMware Workstation 4.5 ausgeschlossen.
Während in den alten SuSE-Linux-Distributionen der Support von VMware Workstations vollständig gegeben ist, gibt es seit der Einführung des Kernels in der Version 2.6 immer wieder Probleme mit der Kompilierung des Moduls
vmmon.o
über das o.g. Script
vmware-config.pl
. Meist handelt es sich dabei um Folgefehler einer “eigenwilligen” Kernel-Source-Distribution, der u.a. die Datei “Module.symvers” fehlt. Man löst dieses Problem durch nachstehend aufgeführte Verfahrensweise (Beispiel):
linux: # cd /usr/src/linux-2.6.8-24.19 linux:/usr/src/linux-2.6.8-24.19 # make cloneconfig && make modules_prepare linux:/usr/src/linux-2.6.8-24.19 # vmware-config.pl
Die Redhat-Linux-Varianten Fedora Core 3 und 4 sowie die Enterprise Linux Systeme benötigen für eine erfolgreiche Installation unter VMware Workstation Version 4.5.2 (build 8848) eine manuelle Änderung der Konfigurationsdatei für die virtuelle Maschine, da diese Distributionen von Hause aus keine Treiber für die von VMware im Default emulierten SCSI-Devices (BusLogic) haben. Nachstehend aufgeführte Definition ermöglicht die weitgehend automatisierte Installation z.B. eines RHEL4-Servers:
scsi0.virtualDev = "lsilogic"
Ebenso muss der X11 Treiber angepaßt werden. Siehe: X.org in VMware
Sehr interessant: Wird die virtuelle Maschine unter Linux betrieben, dann kann man auch die RedHat-SMP-Kernel verwenden. Unter einer Windows-Version von VMware lassen sich diese Kernel nicht booten.
Die Enterprise Linux Versionen 8 und 9 von Novell/SuSE lassen sich ohne Einschränkungen in einer virtuellen Maschine installieren. Dabei ist auch die Verwendung eines SMP-Kernels möglich, wenn VMware unter Linux läuft.