Wenn man ein älteres PCI Mainboard (z.B. bei einer Sun V20z) mit 4GB RAM bestückt, stehen nur 3-3.8GB RAM zur Verfügung.
Unterhalb der 4GB Grenze wird vom BIOS ein Teil des Adressraums für AGP- und PCI-Karten reserviert. Durch Treiber können weitere Bereiche beansprucht werden. Der dort liegende pysikalische Speicher ist für das Betriebssystem nicht mehr nutzbar. Im Allgemeinen wird mindestens der Bereich der Größe des Graphikkartenspeichers abgezogen, zzgl. der sog. AGP Aperture. Dies ist der vom BIOS reservierte Adressbereich, über den die Graphikkarte via AGP auf zusätzlichen Speicher zugreift. Die GART (Graphics Address Remapping Table) blendet in diesen Adressraum nach Bedarf Arbeitsspeicher ein, der dann dem Betriebssystem nicht mehr zur Verfügung steht. Manche Systeme bemerken jedoch nicht, dass sich im Adressraum der AGP Aperture bereits Hauptspeicher befindet und reservieren zusätzlichen Speicher.
Mit dem Einsatz von 64bit Betriebssystemen in Verbindung mit x86_64 Prozessoren (z.B. AMD Opteron 64 oder Intel EM64T) läßt sich der verlorene Speicher dadurch wieder nutzbar machen, dass ihn das BIOS oberhalb der 32bit Grenze wieder anfügt. Dies ist jedoch nur mit speziellen BIOS Versionen möglich. O.a. Problem bei der Sun V20z ließ sich zumindest mit einem BIOS Update auf die aktuellste Version beheben.